Teilerwerbsminderungsrente


Die Teilerwerbsminderungsrente wird gewährt, wenn ein Arbeitnehmer nur noch eingeschränkt arbeitsfähig ist. Zusammen mit einer Teilzeitarbeit kann diese Rente den Lebensunterhalt weitestgehend sichern.

Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Teilerwerbsminderungsrente

Teilweise erwerbsgemindert sind Arbeitnehmer, die wegen einer Krankheit, eines Unfalls oder einer Behinderung noch mindestens drei, jedoch nur unter sechs Stunden pro Tag arbeiten können. Sie erhalten eine anteilige Teilerwerbsminderungsrente, die 50 % der vollen Erwerbsminderungsrente beträgt. Zu den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen gehört, dass Betroffene in den vergangenen fünf Jahren gesetzlich rentenversichert waren und drei Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Sollte kein Teilzeitarbeitsplatz zur Verfügung stehen, kann der Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente entstehen. Allerdings muss jeder verfügbare Teilarbeitsplatz angenommenen werden (auch berufsfremd). Für Personen mit Geburtsdatum vor dem 2. Januar 1961 gilt hingegen die Vertrauensschutzregelung, sie müssen nur in ihrem bisher ausgeübten oder erlernten Beruf tätig werden.

Berechnung der Teilerwerbsminderungsrente

Für die Berechnung werden die Versicherungszeit, das letzte Bruttoeinkommen und die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr herangezogen. Es entstehen Werte für ost- und westdeutsche Rentenbezieher. In den alten Bundesländern betrüge die Teilerwerbsminderungsrente bei einem Bruttoverdienst vor Renteneintritt von 2.917 Euro und 30 Beitragsjahren 438 Euro, in den neuen Bundesländern wären es bei denselben Rahmenbedingungen 406 Euro.

Teilerwerbsminderungsrente beantragen

Der Antrag kann formlos gestellt werden, jedoch stellen die Rentenversicherungsträger Antragsformulare zur Verfügung. Dem Antrag sind Versicherungsunterlagen beizufügen:

  • Urkunden (Geburts- und Heiratsurkunde)
  • Aufrechnungsbescheinigungen
  • Personalausweis oder Pass
  • Nachweis über Ausbildung- und Krankheitszeiten sowie Zeiten der Arbeitslosigkeit
  • Bankdaten
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Steueridentifikationsnummer und Versicherungsnachweise

Die Rentenversicherungsträger und auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, der Versicherungsämter und der gesetzlichen Krankenkassen leisten Hilfe beim Antrag.

Höhe und Zuverdienst der Teilerwerbsminderungsrente

Die Höhe der Teilerwerbsminderungsrente beträgt 50 % der vollen Erwerbsminderungsrente. Geprüft wird, ob es vor Eintritt des Erwerbsminderungsfalls Gehaltseinbußen gab. Die durchschnittliche Höhe liegt etwas unter 400 Euro. Die Hinzuverdienstgrenzen werden für die Teilerwerbsminderungsrente individuell berechnet, sie richten sich nach dem Bruttogehalt in den drei Jahren vor Eintritt des Erwerbsminderungsfalls.